Vortrag: Das Auge liest mit – Die schönsten Bücher

Juni 14th, 2011

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Uta Schneider geht im Eröffnungsvortrag auf einige Besonderheiten der Buchgestaltung ein. Die Buchseite – mit ihren zwei Seiten (recto–verso), die nicht identisch mit der Doppelseite sind; die Buchstruktur – also die inhaltliche Gliederung; die Buchform – in den letzten Jahren wurden in der industriellen Buchbindung zahlreiche neue Techniken entwickelt; die Ausstattung – Materialmix ist derzeit sehr gefragt; und natürlich die Typografie.

Als Beispiele zeigt sie ausgewählte Bücher aus den letzten Wettbewerben. Buchgestaltung, d.h. Typografie, Layout, Bildbehandlung, Umschlaggestaltung und Materialwahl, ist in erster Linie ein Medium, das Texte und Inhalte organisiert. Mit Schrift, Auszeichnungen und Platzierungen strukturieren Gestalter/innen und Hersteller/innen die Texte, um den Buchinhalt zu erschließen, übersichtlich aufzubereiten oder ein komplexes Thema adäquat zu übersetzen – zu übersetzen in die Buchform. Buchgestaltung ist ein eher unsichtbares Medium. In den Medien, den Feuilletons, findet die Auseinandersetzung mit den Eigenheiten des Mediums Buch selten statt.

Filmkritik, Literaturkritik, Theaterkritik, Musikkritik sind vergleichsweise bekannt, doch über die Faktoren, die ein Buch attraktiv und gut handhabbar machen, wird wenig kommuniziert. Wir sind geübt im Diskurs eines literarischen Inhalts, sehen aber meist das Medium nicht, das diesen transportiert: das Buch in seiner physischen Form. Hier leistet die Stiftung Buchkunst seit 60 Wettbewerbs-Jahrgängen einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion.

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Bildrechte: Bärbel Högner, Frankfurt am Main 

Beiträge unter: __Rückblick 2011

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