Von und zu Typen und Charakteren – Dokumentation

Juni 13th, 2007

Von Ingo Krepinsky & Stefan Krömer, die Typonauten

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KursteilnehmerInnen: Caroline Dzedzig, Ines Franckenberg, Ruth Görgen, Simone Janott, Sabrina Keck, Nina Kistner, Jacqueline Koppe, Bastiane Scholze, Thomas Schröder, Yvonne Prätzel, Saskia Völker, Sabine Weissinger

Aufgabe war es, mit Buchstaben, Zahlen, Satz- und Sonderzeichen – eben mit dem »character set« verschiedener Schrifttypen – bildhafte Charaktere zu entwickeln. Dies konnten prominente Persönlichkeiten, erfundene Figuren oder ganze Typen-Ensembles vor typografischen Szenarien sein. Dabei stand nicht nur das reine Illustrieren im Vordergrund, sondern auch die typografische Frage »welche Schrift nehme ich warum?« spielte eine Rolle.

Nach einem ergebnisreichen Brainstorming zum Thema »Adel« ging es gleich zur Sache. Während sich einige Teilnehmer auf den spaßigen Ansatz der Aufgabe stürzten und witzige Figuren entwickelten, wurde es bei anderen Teilnehmern geradezu philosophisch.

Festhalten kann man in jedem Fall, dass die Stimmung im Workshop ausgezeichnet war, konzentriert gearbeitet, aber auch viel gelacht wurde.

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Alle waren fleißig bei der Sache und …

… schufen ganz unterschiedliche Arbeiten, wie diese Beispiele zeigen:

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Die Top 5 der Bösewichter, gelegt in der Alten Schwabacher.
Von oben nach unten und von links nach rechts:
1. Graf Dracula, 2. die Mumie, 3. Frankenstein, 4. der Teufel, 5. Darth Vader

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Ausgehend vom Auspruch Ludwig XIV »L’etat c’est moi!« (der Staat, das bin ich!) ist dieses Triptychon entstanden. Wenn es geschlossen ist, liest man den französischen Begriff für »die Schrift«. Klappt man die Tafeln ganz auf, erscheint die Auflösung: »Die Schrift – das bin ich!« Das Portrait rechts zeigt den Sonnenkönig. Eine kursive Barockantiqua mit einer englischen Schreibschrift zu mischen – diesmal erlaubt! Ein »ß« für den Mund zu nehmen – genial!

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Die typografische Verwandlung des Frosches in einen Prinzen, umgesetzt als Daumenkino.

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Es ging auch politisch, wie diese beiden Beispiele einer Plakatserie verdeutlichen.
Links: Das Bild zeigt eine Krone, gesetzt aus Klammern, Frage- und Ausrufezeichen. In der Textzeile sind das »e« und das »l« passenderweise durch Währungssymbole ersetzt.
Rechts: Stellt man die Krone auf den Kopf, erhält man eine Trommel. Die zwei »t« im Text sind durch Kreuze ersetzt.

sammelkarten.jpg

Neben den eigenen Projekten, die die Teilnehmer verfolgten, gab es auch ein Gemeinschaftsprojekt im Workshop. Es wurden typografische Sammelkarten gestaltet, die bereits am ersten Tag an die anderen Workshopteilnehmer verteilt wurden. Schon nach kurzer Zeit wurden Karten verglichen und getauscht: »Wer hat die 12? Ich hab’ die 7 doppelt!«

Beiträge unter: __Rückblick 2007

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