Posts filed under '__Rückblick 2007'

3 Fragen an die Typonauten

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Was ist eure liebste Schrift und warum ist es gerade die?
Arial und Times New Roman … finden doch alle klasse – oder?
Im Ernst: Die liebste Schrift gibt es so nicht. Der Geschmack ändert sich und wir wählen Schriften immer projektbezogen aus.

Was macht für euch Typografie aus?
Ganz klar: Die Liebe zum Detail!

Welches typografische Projekt würdet ihr gerne realisieren?
Eine Systemschrift für Apple entwickeln.

Kommentar hinzufuegen März 9th, 2007

3 Fragen an Underware

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Bas Jacobs from Underware (the man in the middle) was the third one who answered to our questions. Here you can read his opinion about several typographical topics:

What is your favourite typeface? Why?
Varies per hour from unconventional display to classical book typefaces.

What, in your opinion, is the core of typography?
Rhythm and balance of white space.

Which typographic project would you like to realize?
Brain-to-brain communication. No idea how this should look like, but it’s fascinating.

Kommentar hinzufuegen März 2nd, 2007

3 Fragen an Anke Stache

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Anke Stache vom Frankfurter Designbüro »Die ArtDiktatoren« wird gemeinam mit Marco Bölling am Freitag Abend auf den Tagen der Typografie über das Zusammenspiel von Typografie und Druckveredelung berichten.

Was ist deine liebste Schrift und warum ist es gerade die?
EINE Lieblingsschrift als solches habe ich nicht. Durch die Projektbezogene Arbeit prüfe ich immer ganz genau was die Schrift können und ausstrahlen soll. Ich liebe jedoch die gut ausgebauten Schriftfamilien, die sich für umfangreichere Corporate Design Projekte und feinste Akzentuierungen eignen. Das Revival der historischen Schriften (z.B. Projekte der Dutch Type Library) finde ich wundervoll, weil viele dieser Schriften mit einer stillen Würde strahlen.

Was macht für dich Typografie aus?
Typografie sehe ich als Stimme für das gedruckte Wort. Mit ihrer Hilfe können wir uns ein Bild machen, wo keines ist.
Durch gute typografische Arbeit, lenke ich durch Informationen und kann deren Aufnahme extrem erleichtern. Durch Typografie erwecke ich erst das Interesse Texte zu lesen oder genau das Gegenteil. Wie Dan Reynolds schon schrieb, man merkt wie der Designer gearbeitet hat. Ob er mit Spaß und Verstand bei der Sache war oder lieblos vorsichhin gearbeitet hat.

Welches typografische Projekt würdest du gerne realisieren?
Ein ganz bestimmtes Buchprojekt für Designer möchte ich realisieren…ich glaube ich sollte es nicht veraten, damit mir keiner zuvorkommt ;-).
(Bildquelle: Die ArtDiktatoren)

Kommentar hinzufuegen Februar 26th, 2007

3 Fragen an Dan Reynolds

Um die Referent/innen etwas ausführlicher vorzustellen haben wir an alle »3 Fragen …« zu Typografie und Schrift gestellt. Wenn ihr noch weitere Fragen habt, so nutzt hierzu die Kommentarfunktion der Beiträge. Den Anfang macht Dan Reynolds, der in seinem Workshop in die Grundlagen des Typedesign an Hand einer Stencil-Schrift (schablonenschrift) einführen wird.

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Was ist deine liebste Schrift und warum ist es gerade die?
Weißt du, gerade zu dieser Frage ist es für mich extrem schwierig, eine Antwort zu finden. Als Grafikdesigner verwende ich täglich desöfteren mehrere Schriften in verschiedenen Projekten. Und wenn ich mich richtig in eine Aufgabe eingearbeitet habe, dann ist die Schrift, die ich gerade verwende, immer meine Lieblingsschrift! Eigentlich ist es so ähnlich wie beim Musikhören; das liebste Lied ändert sich dabei auch ständig, je nach Stimmung oder Laune.

Als Schriftgestalter ist es ganz anders! Wenn ich an einer Schrift arbeite, bin ich für Monate oder sogar jahrelang dabei. Um fit zu bleiben, muss diese Schrift, zumindest in dieser Zeit, die liebste sein. Oder vielleicht die, an der ich demnächst arbeiten will! Eins ist sicher: wenn ich mit einer Schrift fertig bin, dann will ich sie nie mehr sehen. Die Schriften, die ich fertiggestellt habe, sind nicht meine Lieblingsarbeiten!

Auf meinem Briefbogen oder ähnlichem verwende ich schon seit längerer Zeit die Linotype Textra von meinen Kollegen Jochen Schuss. Vielleicht ist sie dann meine Lieblings-Schrift?!

Was macht für dich Typografie aus?
Gefühle und Begeisterung! Ich liebe Buchstaben und Worte, ihre Kurven und ihren Kontrast. Wenn jemand mühevoll und konsequent mit Text arbeitet, merke ich das. Ich laufe durch die Stadt und sehe, wo der Designer genau diese Ziele erreicht hat, und anderseits sehe ich viele Arbeitsergebnisse, wo klar ist, dass der Designer keinen Bock hatte. Ich hasse einfach Drucksachen, Webseiten oder Texte in diesem Umfeld, die lieblos gestaltet wurden.

Welches typografische Projekt würdest du gerne realisieren?
Ich würde gern die visuelle Identität einer politischen Partei neu gestalten. Daran würde ich richtig viel Freude haben, glaube ich!

Kommentar hinzufuegen Februar 13th, 2007

Referenten: Anke Stache und Marco Bölling

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Anke Stache (*1970) gründete 2004 mit Partner das Frankfurter Designbüro »Die ArtDiktatoren«. Bereits mehrmals konnte sich die Diplom Designerin (FH Düsseldorf) über die Verleihung von Designpreisen freuen: reddot «best of the best», reddot communication award, Nominierung zum Designpreis der Bundesrepublik Deutschland.

Besonders auch im Speziellen: bei Ihrer Arbeit geht es Ihr auch immer um das Detail und um die Sinne – es geht darum einprägende Werte zu schaffen. Das haptische und visuelle Erleben wird zu einer zusätzlichen Dimension in der Kommunikation.

Marco O. Bölling (*1973) ist geschäftsführender Gesellschafter von Bölling Prägedruck. Das Unternehmen gehört zu den Top-Adressen in Punkto Druckveredelung in Deutschland. Von der Planung bis zur Realisation – Marco O. Bölling und sein Team unterstützen Kreativagenturen auch im Vorfeld einer Produktion als Berater bei der Veredlung von Printprojekten – immer unter dem Leitsatz: »Das Bessere ist der Feind des Guten.« (Voltaire). Die herausragenden Prägedrucksachen wurden bereits mehrfach ausgezeichnet: TDC, ADC, Printers Club etc.(Das Foto von Marco Bölling stammt von Darius Ramazani)

Kommentar hinzufuegen Januar 18th, 2007

Referenten: Underware

Underware is a three-man-troop exploring type focused activities, varying from designing fonts to their radio channel on type: typeradio.org. Having their disputed territory between Den Haag, Helsinki and Amsterdam, they have been creating retail fonts, custom fonts and logotypes, enjoying saunas, publishing books, giving workshops and drinking coffee together for the last 8 years. Type has endless possibilities, and everyone should know about that. Three men, one mission: blow away the dust from type design by throwing it on the street. For this workshop, Underware will delegate Akiem Helmling and Bas Jacobs to Bielefeld.

Workshop: Private Type

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Kommentar hinzufuegen Januar 4th, 2007

Workshop von Underware: Private type/Eine persönliche Schrift

Create a personal typeface which reflects your whole life.

During the workshop a typeface will be created which reflects your identity during your whole life. Not just your life from here and now, but from the moment you are born until you die. Most typefaces we know are static, having just one specific form. A personal typeface however, could never be static as a human being is always in development. A private typeface would probably need different appearances for different stages of life. Could your own private, intimate typeface be parallel to your distinctive personal development as well? Think about this: how does a typeface look like when it would have been 30 years younger? Or how does Helvetica looks when it’s close to dying?

Taking the virtual evolution of a typeface as a starting point, the aim of the workshop is to explore the dynamics of a typeface. What variables can you define to frame non-static type? Sketch, transform, develop and expose unexpected letters.

Language: English and or simultaneously in German, depends on the participants.

Please don’t sign in for this workshop anymore as it is full!

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Entwirf eine »eigene« Schrift, die dein ganzes Leben widerspiegelt

Während des Workshops wird eine Schrift geschaffen, die deine Identität während deines ganzen Lebens widerspiegelt. Nicht nur dein Leben hier und jetzt, sondern vom Moment deiner Geburt bis zu deinem Tod. Die meisten Schriften, die wir kennen, sind statisch und haben nur eine einzige Form. Eine persönliche Schrift jedoch kann niemals so statisch sein, da sich ein Mensch ständig entwickelt. Eine persönliche Schrift sieht vielleicht in verschiedenen Lebensabschnitten unterschiedlich aus. Könnte deine eigene Schrift Parallelen zu deiner persönlichen und für dich charakteristischen Entwicklung aufweisen? Denk mal darüber nach: wie würde eine Schrift aussehen, wenn sie 30 Jahre jünger wäre? Oder wie sieht die Helvetica aus, wenn sie kurz vorm Sterben ist?

Die virtuelle Entwicklung einer Schrift ist der Ausgangspunkt des Workshops, das Ziel ist es, die Dynamik einer Schrift zu entdecken. Welche Variablen kannst du festlegen, um eine nicht-statische Schrift zu formen? Zeichne, verändere, entwickele und zeige unerwartete Buchstaben.

Sprache: Englisch und/oder gleichzeitig Deutsch, abhängig von den Teilnehmer/innen.

Bitte nicht mehr für diesen Workshop anmelden, er ist voll!

6 Kommentare Januar 4th, 2007

Workshop von spatium Magazin: Erscheinungsbild für Graf Zahl

»… dreizehn … vierzehn … fünfzehn Entwürfe! Ha ha ha!!« So würde Graf Zahl, der bekannteste Adelige nach Graf Dracula, das Ergebnis dieses Workshops kommentieren – Blitz und Donner inklusive. Denn so viele Entwürfe für sein dringend benötigtes Erscheinungsbild (Logo, Geschäftsausstattung, etc.) stehen ihm dann zur Verfügung.

Das dafür nötige Material wird von uns gestellt. Ebenso gibt es im theoretischen Teil zum Thema passende Hintergrundinformationen. Der Workshop wird von Tanja Huckenbeck und Peter Reichard vom spatium Magazin geleitet.

Bitte nicht mehr für diesen Workshop anmelden, er ist voll!
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Quelle: http://muppet.wikia.com/wiki/Count_von_Count

3 Kommentare Dezember 6th, 2006

Vortrag: Gold ist nicht gleich Gold

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Prägende Eindrücke – vom Entwurf bis zum fertigen Druck

Marco Bölling von Bölling Prägedruck und Anke Stache von den Frankfurter ArtDiktatoren führen am Freitag (8. Juni 2007) Abend durch die Welt der wichtigsten Prägevariationen (Blindprägung, Heißfolienprägung, Heißfolienreliefprägung, Stahlstich) und geben praktische Tips von der Planung bis zur Realisation dieser faszinierenden Veredelungsmöglichkeiten.
Gemeinsam zeigen sie auf, wie Kreation und Technik nahtlos ineinandergreifen können.

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Drei Beispiele für Heißfolienprägung aus dem Hause Bölling

(Fotos: Bölling Prägedruck)

Kommentar hinzufuegen November 23rd, 2006

9. Tage der Typografie: Noblesse oblique

Die Redewendung »Noblesse oblige« oder »Adel verpflichtet« ist zwar sehr bekannt, lässt jedoch offen, wozu der Adel eigentlich verpflichtet war. Mittlerweile hat sich diese Frage allerdings erübrigt, da man auch ohne Adel ganz gut leben kann. Ohne Typografie ist das schon schwieriger, und so spielen sie nach wie vor eine wichtige Rolle: die TypoGrafen und TypoGräfinnen.

Etwas schräg sind sie natürlich schon, denn wer sonst beschäftigt sich ernsthaft mit Versalausgleich oder stöhnt bei einem wunderbaren Bildkalender »Schon wieder die Comic Sans!«?
Gute Typografie ist nicht steif, altmodisch oder langweilig, sondern sehr vielseitig. Es gibt aufgeräumte Typografie, in der viel Weißraum wirkt, pompöse mit Zierschriften und Ornamenten oder experimentelle, die durch neue Ideen und Kombinationen beeindruckt. Verbunden werden sollten diese unterschiedlichen Richtungen jedoch immer durch hohe Qualität und Individualität.
Im Gegensatz zum Adel haben TypoGrafen und TypoGräfinnen definierte Verpflichtungen, nämlich Text abhängig vom Inhalt bestmöglich zur Geltung zu bringen, dabei auf Details zu achten und Regeln zu kennen, anzuwenden oder bewusst zu brechen. Sie arbeiten dabei nicht für sich selbst, sondern für ihre Kunden oder im weitesten Sinn für die Allgemeinheit.
Typografie verpflichtet – dieser Anspruch wird auch auf den 9. Tagen der Typografie die gemeinsame Basis für die Workshops, die Vorträge und natürlich auch für die Teilnehmer selbst sein.

Kommentar hinzufuegen November 10th, 2006

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