Posts filed under '__Rückblick 2009'

3 Fragen an Oliver Linke / Lazydogs

1. Was ist deine/eure liebste Schrift und warum ist es gerade sie?
Eine wirkliche Lieblingsschrift hab ich nicht – das ändert sich von Zeit zu Zeit, und für mich ist es auch immer sehr stark von der Anwendung abhängig, ob ich die Schrift dazu gut finde. In letzter Zeit hab ich die Fabiol relativ häufig eingesetzt. Ich mag es sehr, wenn die Buchstaben nicht so glatt und »perfekt« daherkommen, sondern etwas mehr Charakter mitbringen.

2. Was macht für dich/euch Typografie aus?
Die Typografie gibt dem reinen Text seine Stimme (oder Stimmung) – oder dem nackten Wort seine Kleidung. Wie man es auch ausdrückt, Typografie ist die Möglichkeit (manchmal sogar eine Macht), neben den reinen Textinhalten auch Gefühle und Stimmungen zu transportieren. Und das ist es, was ich an meinem Beruf so liebe … ;-))

3. Welches typografische Projekt würdest du / würdet ihr gerne realisieren?
Endlich wieder mal ’ne neue Schrift machen … ;-)
Im Ernst: In letzter Zeit hab ich mich sehr in meine Arbeit als Dozent vertieft. Es wäre mal wieder Zeit, etwas mehr zu »machen«, anstatt immer nur darüber zu reden. Pläne und Entwürfe gibt’s jede Menge …

Kommentar hinzufuegen Oktober 4th, 2009

3 Fragen an Martin Schonhoff

Im Rahmen der 11. Tage der Typografie werden wir in den nächsten Wochen mit allen Referenten kleine Interviews führen. Allen wurden die drei gleichen Fragen gestellt. Den Anfang macht Martin Schonhoff, der den Workshop »Sounds real good: Handgemachte Konzertplakate« anbietet.

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1. Was ist deine liebste Schrift und warum ist es gerade sie?

Um ehrlich zu sein: Ich liebe die Vielfalt. Es bereitet mir unglaublichen Spaß die jeweils passenden Schrift(en) für ein aktuelles Projekt zu finden. Dabei stehen für Displayfonts wie auch für Brotschriften eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Auswahl – je nach Aufgabenstellung muß ich also für das richtige Spannungsverhältnis sorgen. Das können mal klassische, aber auch völlig schräge Kombinationen sein. Insofern würde sagen: Ich lebe in typografischer Polygamie.

2. Was macht für dich Typografie aus?
Typografie muß Textinformation so transportieren, daß die jeweils beabsichtigte Wirkung erzielt wird.

3. Welches typografische Projekt würdest du gerne realisieren?
Ich würde gerne die Alphabet City bauen lassen. Der architektonische Zeichensatz. Riesige bewohnbare Lettern und Sitzmöbel aus Minuskeln, Moment, ich telefoniere kurz mit Dubai …

Kommentar hinzufuegen September 7th, 2009

VORTRAG von Akira Kobayashi: »Making good fonts better«

Anhand der Arbeiten zur Neue Frutiger® präsentiert Akira Kobayashi die Bedeutung der Details einer Schrift und ihrer daraus entstehenden Qualität und den Einfluss auf die Lesbarkeit.

Kommentar hinzufuegen August 16th, 2009

Boris Kochan

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Boris Kochan ist Unternehmer und Unternehmensgestalter, Büchermacher und Her­­steller, Berater und geschäftsführender Gesellschafter der Münchner Design- und Kommunikationsagentur KOCHAN & PARTNER und der New-Media-Schwester PEPPERMIND. Nach Layout- und Typografie-Ausbildung und einem Ultrakurzvolontariat bei der SZ, Mitarbeit im Satzstudio Lothar Wolf und in Sachen Lithografie bei der Offset- und Siebdruckerei Höflich. Erster Vorsitzender der Typo­graphischen Gesellschaft München und Mitglied des Deutschen ­Komitees des Type Directors Club of New York.

Kommentar hinzufuegen August 9th, 2009

VORTRAG von Boris Kochan »SCHON WIEDER SCHÖN UND WIDER« – Form sucht Reform

Irgendwo zwischen den Wirk- und den Möglichkeiten liegt GÖKBÜK. Dieser zufällig gefundene Ort ist nicht nur Titel eines Buches, sondern auch Ausgangspunkt für sechs kleine Werkstattberichte zu »Form sucht Reform« aus dem Alltag einer mittelgroßen Designagentur und der größten typografischen Organisation Europas.

Wenn wir Entwerfen sollten wir tatsächlich weit werfen, also voraus und quer denken, uns Willi Baumeisters »Schöpferischen Winkel« bewusst machen, aktiv nutzen, einmal gefundene Parameter immer wieder hinterfragen und dann lustvoll aufmachen zu neuen Arbeitsufern. Jetzt ist die Zeit – SCHON WIEDER und wie immer – zum Fragen, Finden und Formen, zum Sehen und Wagen des Neuen. Somit der Tradition des schlichten SCHÖN und des impulsiven WIDER eine neue Schwester mit besonderen Qualitäten für die Gute Figur zu gönnen!

Kommentar hinzufuegen Juli 19th, 2009

Akira Kobayashi

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Akira Kobayashi studierte in Tokyo und London. Von 1997 arbeitete er für verschiedene japanische Unternehmen als Typedesigner und übernahm ab 2001 die Position des Type Directors bei Linotype. Viele seiner Schriften wurden bereits mit internationalen Awards ausgezeichnet.

Kommentar hinzufuegen Juli 18th, 2009

»Typeroad« – Workshop von Lars Harmsen

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Die Strasse ist voller Buchstaben und Ziffern die sich bestens eignen, Abdrucke zu machen. Dazu benötigt man nichts weiter als eine Rolle, Papier und etwas schwarze Farbe. Aus den Drucken entstehen zunächst Buchstaben, Elemente und Alphabete. Danach Claims und Illus, die ihren Weg wieder zurück in die Straße finden können – als Botschaften an Wänden, Mülleimern, Brückenpfeilern etc. …

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Der Workshop wird geleitet von Lars Harmsen.

Anmeldung für diesen Workshop auf den Tagen der Typografie über die Website der Akademie Druck + Medien NRW.

(Bitte immer nur für einen (!) Workshop anmelden, die Workshops laufen zweitägig parallel.)

Kommentar hinzufuegen Juni 3rd, 2009

»Von Schrubbern und Rotmardern« – Workshop mit Robert Strauch und Oliver Linke

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Der Pinsel war einmal beliebtes Schreibgerät. Noch bis in die 80er-Jahre stellten Schriftenmaler ihr Können auf Ladenschildern und Werbetafeln unter Beweis.
Heute dagegen bestimmt die Ästhetik digitalisierter Beschriftungen den öffentlichen Raum, die Zeugnisse handgeschriebener Kunstfertigkeit sind fast verschwunden.

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Wir wollen die Schönheit und Individualität der »Pinselstaben« wieder – und neu entdecken, ihre alte Manier erforschen und sie über unbetretene Pfade zu neuem Glanz bringen.
Schleppen Sie zum Workshop alles ran, was Haare hat!

Der Workshop wird geleitet von Robert Strauch und Oliver Linke.

Anmeldung für diesen Workshop auf den Tagen der Typografie über die Website der Akademie Druck + Medien NRW.

(Bitte immer nur für einen (!) Workshop anmelden, die Workshops laufen zweitägig parallel.)

Kommentar hinzufuegen Juni 3rd, 2009

»Die Module spielen verrückt« – Workshop mit Tanja Huckenbeck und Peter Reichard

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Modulare Schriften in Form von Pixelschriften spielen bei Computerinterfaces und digitalen Anzeigensystemen eine große Rolle und haben eine große Verbreitung in der aktuellen typografischen Landschaft. Gleichzeitig ist diese Phänomen von Schriften, die sich aus einem oder mehreren Bauteilen konstruieren lassen, keine Entwicklung des digitalen Zeitalters. Schon lange bevor man an Computer dachte, wurden für den Bleisatz modulare Schriften entwickelt, die den Setzern mehr Spielraum in der grafischen Darstellung ermöglichen sollten. Schon in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, insbesondere bei Schriften aus dem Umfeld des Bauhauses, das vor 90 Jahren gegründet wurde, fand diese typografische Methode Verwendung.
Wir wollen im Workshop den Bogen von der Tradition zur Moderne spannen und aufzeigen, welchen kreativen Spielraum man trotz vorgegebener Module erreichen kann, der von der einfachen Pixelschrift bis hin zu modular erstellten Display- oder Frakturschriften reicht.

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Der Workshop wird geleitet von Tanja Huckenbeck und Peter Reichard.

Anmeldung für diesen Workshop auf den Tagen der Typografie über die Website der Akademie Druck + Medien NRW.

(Bitte immer nur für einen (!) Workshop anmelden, die Workshops laufen zweitägig parallel.)

Kommentar hinzufuegen Juni 2nd, 2009

»Sounds real good: Handgemachte Konzertplakate« – Workshop mit Martin Schonhoff

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In Zeiten in denen wir von Massenmedien inflationär bombadiert werden, also wenig Zeit und wenig Geld die Hauptmaßeinheiten sind, führt die gute alte Qualität ein Schattendasein. Das gilt insbesondere für experimentellere Lösungen aus dem Musikbereich. Individuelle Konzertplakate werden allenthalben von Idealisten und Underdogs hergestellt. Dabei sind es gerade diese mitunter schrägen Motive, die einer Band den Look verpassen, der zu Ihr paßt. Der Typografie kommt dabei eine entscheidende Rolle zu.

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Gegenstand des Workshops ist das Arbeiten mit analog produzierten Lettern, Schriftzügen oder Textpassagen. Das zu gestaltende Medium soll dabei das Plakat sein. Notwendiges Arbeitsmaterial sind Schreibwerkzeuge aller Art (Bleistift, Pinsel, Feder, etc.), Schere, Kleber, Papiere/Pappen,
usw.

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Inhaltlich kann entweder völlig frei gearbeitet werden oder die Teilnehmer wählen einen Vorschlag aus dem dann vorhandenen Themenpool aus. Was die späteren Ergebnisse betrifft, so können sowohl klassische Lösungen, Als auch moderne Anmutungen (Streetstyle) entstehen. Wichtig wird jedoch die kausale Korrelation zwischen Inhalt und Form sein.

Der Workshop wird von Martin Schonhoff geleitet.

Anmeldung für diesen Workshop auf den Tagen der Typografie über die Website der Akademie Druck + Medien NRW.

(Bitte immer nur für einen (!) Workshop anmelden, die Workshops laufen zweitägig parallel.)

Kommentar hinzufuegen Juni 2nd, 2009

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