Posts filed under '__Rückblick 2008'

3 Fragen an Ralf de Jong

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Was ist deine liebste Schrift und warum ist es gerade die?
Die Monotype Bell. Weil sie wunderschön ist, eigenwillig und zickig. Historisch gesehen verweist sie auf ein Land, eine Zeit & eine Literatur, die ich liebe! Und, mutmaßlich, weil ich noch nie mit ihr gearbeitet habe. Ich liebe aus der Distanz und erspare mir (und ihr) die Enttäuschung!

Was macht für dich Typografie aus?
Typografie ist eine intellektuelle Aufgabe. Typografie ist abstrakt, indem die typografischen Zeichen völlig arbiträr sind. Und Typografie ist real, weil Texte, vorzugsweise literarische Texte, ganze Welten erschaffen. Diese erscheinen mir mitunter realer als die Parallelwelt, in der wir uns mit der Telekom, dem Finanzamt und anderen Menschheitsgeißeln herumschlagen.

Welches typografische Projekt würdest du gerne realisieren?
Ich würde gerne, nach dem niederländischen Schriftsteller Gerard Reve, das »Buch der Bücher machen, das alle anderen Bücher überflüssig macht, mit Ausnahme der Bibel und des Telefonbuches.« Nun, das Telefonbuch ist seit dem Internet eh erledigt. Bleibt noch die Bibel.

(Bildquelle: www.dejong-typografie.de, Vorsatzpapier des »Vornamenlexikon«)

Kommentar hinzufuegen April 1st, 2008

Workshop: Titeleien mit Indra Kupferschmid

Außer dem Inhalt besteht ein Buch noch aus anderen Teilen: Vorsätzen, schmutzabweisenden Seiten, feierlichen Haupttiteln, Verzeichnissen, Bekenntnissen und ab und an einem Familienfoto des Autors. Wir möchten für verschiedene Arten von Büchern Anfänge und Umschläge gestalten. Visualisiert mit gezeichneter, geklebter oder gesetzter Schrift, Kollage, Bildern, Illustrationen. Vielleicht machen uns Arbeiten von u.a. Helmut Salden, Berthold Wolpe oder Sandberg mal wieder Lust auf Handgemachtes.

Workshop mit Indra Kupferschmid

Dieser Workshops ist bereits ausgebucht!

Kommentar hinzufuegen Februar 7th, 2008

Pixelschriften-Workshop mit Paul van der Laan

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Bitmapschriften waren bei Computern lange Zeit weitverbreitet und werden immer noch auf den niedrig aufgelösten Displays von Handys, MP3-Playern und Haushaltsgeräten verwendet.
Bei den meisten dieser Geräte kommt irgendwann der Zeitpunkt, wenn die Display-Auflösung des Monitors hoch genug ist, um die Bitmap-Schrift durch eine Vektorschrift zu ersetzen. Ein Beispiel ist die Nokia Sans, die Erik Spiekermann geschaffen hat und über die es auf seiner Website weitere Informationen gibt.

Während des Workshops werden die Teilnehmer/innen dazu angeregt werden, ein Alphabet, das auf diesen Prinzipien aufbaut, zu gestalten. Das Design wird ausschließlich analog mit Papier, Bleistift, Radiergummi und Fineliner durchgeführt werden. Außerdem werden im Workshop Präsentationen innerhalb der Gruppe stattfinden und mit individueller Anleitung auch die meisten Aspekte des traditionellen Schriftdesigns behandelt.

Kommentar hinzufuegen Februar 4th, 2008

Referent: Ralf de Jong

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Ralf de Jong, Professor für Typografie an der Universität Duisburg-Essen und Autor u.a. von Detailtypografie, wird am Freitag Abend einen Vortrag halten, in dem er Highlights der Buchgestaltung der letzten 10 Jahre vorstellen wird. In Kürze mehr.

Kommentar hinzufuegen Februar 4th, 2008

Workshop: »Ein echter Renner!« – Plakatgestaltung

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Paul Renner, Typograf und Schriftentwerfer, ist als Gestalter der Futura weltbekannt. 2008 jährt sich die Veröffentlichung der ersten Futuraschnitte, wie wir sie heute kennen, zum 80. Male, und er selbst wäre 130 Jahre alt geworden. Grund genug, sich seinem Schaffen und seinen interessanten Ansichten zu Typografie und Gestaltung zu widmen. Im Workshop werden Peter Reichard und Tanja Huckenbeck gemeinsam mit den Teilnehmern Plakate bzw. Plakatreihen für eine Ausstellung zu Renners Werk unter dem Motto »Ein echter Renner!« gestalten.

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Kommentar hinzufuegen Januar 25th, 2008

Eröffnungsvortrag: Zehn Jahre Einsamkeit – Schriftgestaltung seit 1998

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Anfang der neunziger Jahre, nachdem Adobe den PostScript Source-Code freigegeben hatte, explodierte die Welt der Schriften. Innerhalb weniger Jahre tauchten unzählige Phänomene auf, die heute noch immer die Typolandschaft prägen: Superfamilien, destruktive Typografie, Sampling, Handschriftfonts, kluge Revivals, geschichtete Fonts, Random- und intelligente Schriften, und so weiter.

Und die letzten zehn Jahre? Enfach mehr davon? Oder hat es, neben der beispiellosen Steigerung des Angebots, auch noch essentielle qualitative Innovationen gegeben? Jan Middendorp wird uns mit auf eine Reise durch die letzten zehn Jahre Schriftgestaltung nehmen und die wichtigsten Entwicklungen des Schaffens heutiger Schriftdesigner aufzeigen.

Kommentar hinzufuegen Januar 24th, 2008

Referent: Jan Middendorp

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Seit Mitte der Neunziger ist Jan Middendorp »type writer«: er schreibt über Schrift.
Bekannt wurde er mit »Dutch Type«, einer Übersicht der Schriftgestaltung in den Niederlanden (2004, ausverkauft). Mit Erik Spiekermann war er Herausgeber von Made with FontFont (2006), und mit Alessio Leonardi machte er eine Bildergeschichte von Linotype (A Line of Type, 2006). Er schreibt regelmäßig für die internationalen Designzeitschriften Eye und Baseline und ist als Redakteur von Newslettern für MyFonts.com tätig. Als Berater, Autor und Übersetzer arbeitete er in den letzten Jahren für Schriftverlage wie FontShop, Linotype und LucasFonts, für BIS Publishers und Phaidon. Seit 2005 wohnt er in Berlin. Er möchte gerne mal wieder ein Buch gestalten oder einen Baum pflanzen.

Auf den X. Tagen der Typografie wird er den Eröffnungsvortrag halten.

Kommentar hinzufuegen Januar 22nd, 2008

Referent: Paul van der Laan

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Paul van der Laan (*1972) studierte von 1994–97 Grafikdesign- und Typografie, und absolvierte von 1999–2000 das Aufbaustudium Schriftgestaltung an der Royal Academy of Arts in Den Haag.
Er arbeitet seit 1996 für die Enschedé Font Foundry und ist seit 1999 Geschäftsführer von Type Invaders, Studio für Schrift und Typografie. Seit 2000 hat er einen Lehrauftrag für Schriftgestaltung an der Royal Academy of Art, Den Haag.
Er gestaltet Schriften für sich selbst sowie für Kunden, wie z. B. Rezident (Linotype), Flex (Type Invaders), Chalet Comprimé (House Industries) und Kievit Pro (FontFont; zusammen mit Mike Abbink).

Kommentar hinzufuegen Januar 11th, 2008

Odyssee 2010 – Kalenderworkshop

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Workshop mit Renate Dölzer und Angelika Götz Museumsdozentinnen vom Museum für Arbeit und Technik in Mannheim.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer produzieren gemeinsam einen Kalender für 2010, wobei jede/r mindestens ein Blatt gestaltet. Zur Verfügung stehen Karton, Holz- und Bleilettern sowie ungewöhnliche Druckformen, Computer samt Drucker, Farben und, auf Wunsch, Kalendariums-Vorlagen. Gedruckt wird auf Andruck- und Tiefdruckpressen. Jede/r nimmt am Ende einen oder mehrere komplette Kalender mit nach Hause.

Arbeitskleidung erwünscht – Druckerfarbe läßt sich durch Waschen nicht aus der Kleidung entfernen.

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Kommentar hinzufuegen Januar 10th, 2008

Referentinnen: Renate Dölzer und Angelika Götz

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Renate Dölzer
Schriftsetzermeisterin, Museums-Dozentin im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim und Varietypistin. Zuhause in den Gebirgen des Hochdrucks und den Ebenen des Flachdrucks.

Angelika Götz
Diplom Designerin, Museums-Dozentin im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim.
Praktiziert Schwarze Kunst mit grünem Daumen.

Workshop: Odyssee 2010 – Kalenderworkshop

Kommentar hinzufuegen Januar 9th, 2008

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