»Kontrast« – 16. Tage der Typografie

Ob Schwarz-Weiß, Groß-Klein, Dick-Dünn, Rot-Grün – Kontrast durchzieht sämtliche Bereiche der Gestaltung, seien es Schrift,- Form-, oder Farbkontraste. Kontraste, das Zusammenspiel von Gegensätzlichkeiten, schafft Spannung und sorgt für Aufmerksamkeit. Erst durch die Kombination von unterschiedliche visuellen Elementen macht ein Design zu einem gelungenen Auftritt.

In den Workshops und im Vortrag beleuchten die Referenten die verschiedenen Aspekte von Kontrasten und ihr könnt dort gemeinsam mit diesen dies in den unterschiedlichen Bereichen des Grafikdesign und der Typografie anwenden und ausprobieren. Die Bandbreite der Workshops geht von Schriftzügen und analogen Lettering, Buchgestaltung, Verpackungsdesign bis zur typografischen Illustration – da ist für jeden etwas dabei.

Kommentar schreiben Februar 24th, 2015

Workshop IV: Salz und Pfeffer – Kontraste im Verpackungsdesign

salzundpfeffer-verpackungsdesign.png

Was die Kontraste in der der Gestaltung sind, sind die Gewürze beim Kochen. So wie wir verschiedene visuelle Kontraste zu einem Gesamtbild anordnen, so kombiniert man verschiedene Gewürze zu einem Gericht. Die zwei grundlegendsten Gewürze dabei sind Salz und Pfeffer. Einerseits so alltäglich wie die Schrift, anderseits, wenn man über den Alltag hinausschaut, so unglaublich vielseitig.

Im Workshop werden wir ein Erscheinungsbild für eine Verpackungset von Salz und Peffer gestalten. Weißes Salz und schwarzer Pfeffer, so kennt man den klassischen Kontrast. Aber auch weißer Pfeffer trifft auf schwarzes Hawaii-Salz, rosa Murray-River-Salz auf grünen Pfeffer. Die Kontraste und Gestaltungsmlglichkeiten für die Salz-Pfeffer-Sets sind vielseitig.
Beim Design der Verpackungen spielen Form-, Farb-, Schrift- und Größenkontraste ebenso eine Rolle die Art der Verpackung und das verwendete Material.

Eine spannende Reise in die Welt von visuellen und kulinarischen Kontrasten.

Der Workshop wird von Peter Reichard geleitet

Kommentar schreiben Februar 23rd, 2015

Workshop III: Kontrastprogramm (Buchgestaltung)

kontrastprogramm.png
Gegensätze ziehen sich an, sagt man. Was trifft da aufeinander? Bunt und grau, hell und dunkel, wenig viel? Politisch privat? Wir erkunden das Spannungsverhältnis möglicher Sehweisen. Mit den Mitteln des Mediums Buch. Zwei Seiten einer Medaille — zwei Seiten des Papiers. Wir suchen im Gestalten den Gegensatz und erarbeiten die Differenz.
Wie kann dann aus Kontrast Harmonie entstehen, aus Gegensätzlichem eine Verbindung? Im Workshop sind wir die Regisseure, vielleicht auch die Opponenten, die Gefühl und Verstand, Statik und Dynamik in ein Wechselspiel bringen. Um Haltung auszudrücken — in einem Buch. Was ist das besondere an diesem Medium? Das Blättern der Seiten — wie ändert sich der Rhythmus? Wo lege ich Pausen ein? Welches Tempo gebe ich vor? Schnell oder langsam? Oder vielleicht ein Wechsel? An welcher Stelle im Buch?

Wir arbeiten analog und digital im Wechsel und nach Bedarf. Indem wir als Dramaturgen das Tempo vorgeben und beim Blättern einen visuellen Klang entstehen lassen. Was machen wir also? Wir gestalten ein Kontrastprogramm, mit all den vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten, die eine Buchgestaltung bietet. Ganz ohne Schwarz/Weiss-Denken. Ganz einfach. Ganz experimentell. Mit Typografie oder Bild. Oder beidem.

Kommentar schreiben Februar 23rd, 2015

Workshop II: Buchstabengeschichten/Letterstories

letterstories_buchstabengeschichten.gif

Buchstaben sind Informationsträger, zu Worten geformt, ermöglichen Sie Inhalte durch Lesen zu verstehen. Was aber, wenn diese Buchstaben mehr als nur das sind? Wenn Sie zu Leben erweckt werden und eigene kleine Charaktere darstellen, die Geschichten erzählen können jenseits der reinen Wissensvermittlung? Wie können diese Buchstaben aussehen und welche Geschichten können Sie vermitteln?

In unserem Workshop geht es genau darum, um das Illustrieren von Buchstaben, die Geschichten erzählen, um den Kontrast zwischen der reinen Inhaltsvermittlung und der experimentellen illustrativen Typografie. Die Teilnehmer werden dabei kleine Geschichten rund um einzelne Buchstaben oder Wortgruppen entwickeln und abbilden. Am Ende soll ein typografisches Plakat entstehen.

Der Workshop wird von Nadine Roßa und Patrick Marc Sommer geleitet.

Kommentar schreiben Februar 23rd, 2015

Workshop 1: Blackspace & Whiterhythm

Kontrast ist nicht nur Schwarzmalerei – nach typocalyptischer Erfahrung basiert dieser auf Blackspace und Whiterythm.
Mit verschiedenen analogen Werkzeugen nähern wir uns stetig eigenständigen Formkonzepten und erforschen die Anforderungen an einen charakterstarken Schriftzug.
In diesem Workshop wird nicht nur analog gearbeitet sondern auch analog Musik gehört – das Mitbringen von Langspielplatten ist erwünscht.

Der Workshop wird von Kai Maerker, Stefan Hübsch und Sven Fuchs geleitet.

Kommentar schreiben Februar 22nd, 2015

Nadine Roßa und Patrick Marc Sommer

rossa-sommer.png

Patrick Marc Sommer schreibt für Design made in Germany und ist Mitglied im Type Directors Club New York. Nach freiberuflicher Tätigkeit für verschiedene Büros in Frankfurt am Main und Berlin gründete er, zusammen mit Christine Lange, das Büro Langesommer.

Nadine Roßa arbeitet als Designerin und Illustratorin in Berlin. Sie hat viele Jahre für verschiedene Agenturen und Start-Ups in Deutschland und New York gearbeitet und Kommunikationsdesign in New York und Helsinki studiert. Sie schreibt für Design made in Germany und ist Gründerin der Agentur LAUNCH/CO.

Kommentar schreiben Februar 22nd, 2015

Uta Schneider

uta-schneider.png

1959 in Reutlingen geboren, studierte Uta Schneider Visuelle Kommunikation an der HfG Offenbach. 1986 bis 2001 war sie Gründungsmitglied der Künstlerinnengruppe Unica T, seit 2002 setzt sie ihre künstlerische Zusammenarbeit mit Ulrike Stoltz unter dem Namen ‹usus› fort. Parallel arbeitete sie zwischen 1987 und 2000 als Typografin gemeinsam im Netzwerk anakonda ateliers mit 5 Kolleginnen. Als Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst hatte sie von 2001 bis 2012 weltweit mit vielen schönen und prämiierten Büchern in Wettbewerben und Ausstellungen zu tun. Seit 2012 ist sie wieder selbständig als Gestalterin und Bildende Künstlerin.

Ihre Begeisterung für Typografie und Buch gibt Uta Schneider als Dozentin in zahlreichen Workshops weiter, u.a. am MediaCampus Frankfurt am Main, Kunsthochschule Kassel, FH Mainz, HKB Bern/Schweiz, University of Arts and Design Cluj-Napoca/Rumänien, Goethe-Institut Alexandria/Ägypten, Symbiosis Institute of Design Pune/Indien, CHHAAP Baroda/Indien sowie als Referentin in Australien, Hongkong, Japan, und USA. Ende 2013 kuratierte sie im Auftrag des Shanghaier Verlegerverbandes eine internationale Ausstellung zum aktuellen Stand der Buchgestaltung.

Kommentar schreiben Februar 18th, 2015

14. Tage der Typografie: »form + inhalt«

Die 14. Tage der Typografie fanden dieses Jahr vom 28.–30. Juni wieder im IMK in Lage-Hörste statt.
Das Thema war:
form + inhalt
Typografie – Macht – gesellschaftliche Verantwortung

Form und Inhalt miteinander in Bezug zu bringen ist die Aufgabe guten Designs und guter Typografie. Das gilt, egal ob wir Logos, Verpackungen oder Anzeigenkampagnen entwerfen. Noch wichtiger wird dies, wenn es nicht um Produkte oder Dienstleistungen geht, sondern um gesellschaftlich wichtige Themen wie Rechtsextremismus, Rassismus oder Umweltverschmutzung.

Aus Anlass der Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten vor 80 Jahren und dem Einfluss des Bauhauses auf das Design der folgenden Jahrzehnte setzten wir uns in Vorträgen und Workshops damit auseinander, wie Typografie und Grafikdesign politische Inhalte transportieren können.

Wie verbinde ich Form und Botschaft miteinander, um die Aussage auf den Punkt bringen?
Welche gestalterische Herangehensweise wähle ich, um eine politisch engagierte Aussage zu transportieren? Fragen, die sich einem Mediengestalter in der Ausbildung ebenso stellen wie einem Campaigner.

Vom 28 bis 30. Juni hatten unter dem diesjährigen Motto »form+inhalt« Experten der Gegenwart und Zukunft Gelegenheit zu Austausch, Weiterbildung und Umsetzung kreativer Ideen und nahmen neue Impulse für die eigene Arbeit und das eigene Engagement mit.

Die Tage der Typografie sind ein jährlich stattfindender Fachkongress, an dem Typografie- und Design-Interessierte, Auszubildende, Ausbilder und Profis aus verschiedenen Bereichen der Druck- und Medienbranche teilnehmen.
Die Tagung beginnt am Freitag mit Vorträgen zum Thema und der Vorstellung der Dozenten. Der Samstag ist reserviert für intensives Arbeiten in Workshops, deren Ergebnisse am Sonntag präsentiert und von allen Teilnehmern begutachtet werden können.

Das erfolgreiche Konzept, das den Schwerpunkt auf größtenteils analoges Arbeiten ohne Computer sowie Ideenfindung und Kreativität legt, begeistert Teilnehmer nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus der Schweiz, Österreich und den Niederlanden, was den Stellenwert veranschaulicht, den diese Veranstaltung auch über die Landesgrenzen hinaus hat.

Veranstalter war das ver.di-Institut für Bildung, Medien und Kunst in Kooperation mit der Akademie Druck + Medien Nord-West e.V., dem DGB-Bildungswerk NRW und der Schweizer Gewerkschaft Syndicom.

Die Dozenten im Jahr 2013 waren:
Andreas Koop, Rückholz
Tanja Huckenbeck, Offenbach
Niklaus Troxler, Willisau CH
Dirk Uhlenbrock, Essen

Kommentar schreiben März 13th, 2013

Niklaus Troxler

niklaus-troxler.jpg

1947 geboren in Willisau/Schweiz.Erst Typografenlehre, dann Studium Graphik Design in Luzern. Arbeitet als selbständiger Grafiker seit 1973 in Willisau, wo er auch Jazzkonzerte (seit 1966) und das Jazz Festival (seit 1975) veranstaltet.
Seit 1998 Professor für Kommunikationsdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.
Gewinner vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe. Seine Plakate sind in den wichtigsten Designsammlungen vertreten, so u.a. im Museum of Modern Art in New York, dem Stedelijk Museum Amsterdam und im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

Grössere Einzelausstellungen u.a. in New York, Tokyo, Havanna, Beijing, Warschau, Caracas, Mexico City, Paris, Berlin, Genf, Zürich. Niklaus Troxler ist Mitglied von AGI Alliance Graphique Internationale.

Niklaus Troxler führte durch den Plakat-Workshop »Verantwortung«.

Kommentar schreiben März 7th, 2013

WORKSHOP: »Verantwortung« Plakatgestaltung

verantwortung_troxler.gif
Das Thema »Verantwortung« stand im Mittelpunkt des Workshops. Ziel war es, dies in Form eines Plakates zu visualisieren. So konnten Plakate entworfen werden die z.B. »Ungleiche Chancen – kannst du das verantworten?«,
»Ausbeutung durch Praktika« oder viele ­andere oder aufgreifen.

Dabei sollten die inhaltlichen Botschaften mittels Druckschriften oder handgezeichneten Schriften, mit oder ohne zusätzliche Bilder visualisiert werden. Ideal war, wenn mittels Buchstaben eine bildliche Darstellung oder mit Bildern eine typografische Lösung erreicht wurde. Als Materialien konnten Schriftmuster, Zeitungen, Illustrierte, Leim und weiteres Zeichenmaterial zur Anwendung kommen. Die Entwicklung der Entwurfsidee stand dabei im Vordergrund.

Der Workshop wurde von Niklaus Troxler geleitet.

Bilder aus dem Workshop:

(more…)

Kommentar schreiben März 7th, 2013

Previous Posts


Navigation

Veranstalter

Partner

Feeds