17. Tage der Typografie: GERADE – Design und soziale Verantwortung

Gerade und kursive Schriften ergeben einen Kontrast und gleichzeitig ergänzen sie sich in der Gestaltung ebenso wie die Kombination von Geraden und Kurven. Buchstaben haben gerade und runde Formen und ergeben im Zusammenwirkung diese Form.
In der Tradition der Tage der Typografie steht »Gerade« nicht nur für typografische Aspekte, sondern auch für soziales und gesellschaftliches Engagement, für das wir uns gerade machen. Und wer sich gerade für etwas macht, sich für etwas einsetzt, lehnt sich gegen etwas (auf).

Bei den diesjährigen Tage den Typografie wollen wir die soziale Verantwortung von Designer/innen mit ihrer Arbeit in den Vordergrund stellen. Als Mediengestalter/in, Grafikdesigner/in, Fotograf/in geht es nicht nur darum Dinge »schön« zu machen. Wir haben die Möglichkeit mit unserer Form auch Inhalte, die weit über eine Werbeaussage hinausgehen, zu visualisieren und zu transportieren.
In den Vorträgen und Workshops bringen wir fachliche Weiterbildung und soziales Engagement zusammen.

Die 17. Tage der Typografie finden nun erstmalige in der gewerkschaftlichen Bildungsstätte Clara Sahlberg in Berlin-Wannsee statt, und zwar vom 2. bis 4. September.

Als Workshopreferenten stehen bereits fest:
Dirk Uhlenbrock, Erste Liga, Essen
Petra Beiße, handlettering studio, Wiesbaden
Jörg Schmidt und Martin Stiehl, Institut für Gebrauchsgrafik, Frankfurt
Peter Reichard, Designmacherei, Offenbach

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Versteckte Botschaften – Guerilla-Design im Alltag mit Peter Reichard

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Wollen wir Menschen mit unseren Botschaften und Themen erreichen müssen wir dort hin, wo die Menschen sind. Wir müssen die Botschaften im Alltag platzieren. Das kann mittels Aufkleber, Flyer oder Plakaten geschehen. Aber man kann sich auch anschleichen und im Guerilla-Style Inhalte vermitteln und zwar auf Produkten des alltäglichen Lebens, mittels Verpackungen und Etiketten. Ein Beispiel ist das Mineralwasser von Viva con Agua, welches Konsumenten zu Wassermangel und -qualität in vielen Ländern der Welt sensibilisiert und gleichzeitig Geld für Hilfsprojekte generiert.
Mit der designmacherei hat Peter Reichard bereits mehrfach solche Projekte mit speziellen Weinabfüllungen unterstützt und dabei auch informiert.

Im Workshop entwickelt er mit den Teilnehmer/innen solche Guerilla-Design-Projekte.

Drink Wine, Save Life ist eine Aktion u.a. mit einem eigenen Wein, zu Gunsten der Hilfsorganisation Sea-Watch, die Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken rettet.

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Gerade oder verschnörkelt (Handletteringworkshop mit Petra Beiße)

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Einen Schriftzug entwickeln, basierend auf der eigenen Handschrift…
Wie fange ich an? Brauche ich als Basis eine »gute« Handschrift? Wie schreibe ich mich ein? Wie verändere ich meine Handschrift? Welche Möglichkeiten oder »Tricks« gibt es? Wie kann ich den typischen Strich z.B. der Spitzfeder zeichnerisch umsetzen? Wie und wo integriere ich Schnörkel? Wie optimiere ich meine Entwürfe? Was mache ich manuell, was später am Rechner? … und welche Verantwortung habe ich als Schreibender?

Wir werden Papier nehmen, unsere Handschrift, eine Spitz- oder Zeichenfeder. Wir werden schreiben, zeichnen und auf all diese Fragen eine Antwort finden.

Das Workshop ist Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Und natürlich auch für alle diejenigen, die von sich behaupten, sie hätten eine »schlechte« Handschrift. Eine gewisse Vertrautheit mit den Lateinischen Buchstaben sollte jedoch vorhanden sein.

Der Workshop wird von Petra Beiße aus Wiesbaden geleitet.

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Punkt, Punkt, Komma, Strich – Workshop mit Dirk Uhlenbrock

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Mit einfachsten (typo)grafischen Mitteln eine klare, einprägsame Aussage zu treffen ist eine der schwierigsten und, wenn sie einem gelingt, gleichzeitig schönsten Aufgaben. In diesem Workshop geht es um das Distillieren von visuellen Ideen, die Kunst der Reduktion und den Mut Dinge weg zu lassen. Ob Buntpapier, Marker, Kuli oder Pixel - erlaubt ist was knallt.

Workshop mit Dirk Uhlenbrock von Erste Liga aus Essen.

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konkret abstrakt. Visuelle Kommunikation politischer Inhalte (Plakatworkshop mit Jörg Schmidt & Martin Stiehl)

Bei der visuellen Kommunikation von politischen Inhalten hat man es immer wieder mit relativ abstrakten Konzepten zu tun. Gleichzeitig ist es dabei aber auch notwendig, zu Vereinfachen und die Botschaft auf bestimmte Aspekte zu reduzieren. Das führt dazu, dass häufig konkrete Bilder und Symbole verwendet werden, deren Eindeutigkeit jedoch oft zweifelhaft ist und teilweise selbst im Widerspruch zu dem Gemeinten steht. Wir plädieren dafür, naheliegende Konkretisierungen zu vermeiden: Mit Mut zur Abstraktion und dem Vertrauen auf die Fähigkeiten der Rezipient*innen lassen sich Gestaltungslösungen finden, die den Kommunikationsinhalten besser gerecht werden.

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In unserem Workshop werden wir einige politische Konzepte (z.B.: Antifaschismus, Diversity, Solidarität) herausgreifen. Gemeinsam wollen wir uns anschauen, wie diese oft konkret visualisiert werden und wo darin Probleme liegen können. Gleichzeit zeigen wir gelungene Ansätze, solche Konzepte durch Abstraktion zu illustrieren. Im Anschluss können die Teilnehmenden selbst versuchen sich mit den Mitteln grafischer Abstraktion diesen Themen zu nähern und entsprechende Plakate zu gestalten.

Der Workshop wird von Jörg Schmidt und Martin Stiehl vom Institut für Gebrauchsgrafik, Frankfurt geleitet.

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Petra Beiße

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Petra Beiße ist Designerin, Dozentin und seit mehr als 20 Jahren Spezialistin für Handschrift und Handlettering. Sie studierte Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Kalligrafie an der HAWK Hildesheim. Nach 4-jähriger Tätigkeit als Artdirektorin in einer Werbeagentur gründete sie 1994 das Petra Beiße Handlettering Studio. Dieses zählt Werbeagenturen, Designstudios, Verlage sowie zahlreiche Unternehmen zu ihren Kunden, wie beispielsweise: Ogilvy, Jung van Matt, Peter Schmidt Group, Montblanc, u.v.a.m. Zahlreiche Arbeiten mit Handschriften von Petra Beiße sind national und international ausgezeichnet worden. Mehr unter: www.handlettering.de

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Dirk Uhlenbrock

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Dirk Uhlenbrock - wurde 1964 in Essen geboren. Er studierte Kommunikationsdesign an der BUGH Wuppertal mit den Schwerpunkten Illustration und Typografie, seit 1991 ist er in den Bereichen Print- und Digitaldesign tätig. Nach mehreren Jahren als Art- und Creative Director machte er sich im Jahr 2000 selbstständig, um unter dem Namen signalgrau umfassende Projekte im Bereich Corporate-, Editorial- und Online-Design zu realisieren – seit 2009 geschieht dies, in neuer Partnerschaft, mit dem erste liga büro für gestaltung (ersteliga.de).

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Jörg Schmidt & Martin Stiehl

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Jörg Schmidt und Martin Stiehl gegründeten 2011 zusammen mit Peter Konrad in Frankfurt am Main das Institut für Gebrauchsgrafik als Kollektivbetrieb. Den Fokus legen sie auf Gestaltung und Medienproduktion für Wissenschaft, Bildung, Kultur und Soziales. Beide sind auch jenseits engagierter Gestaltung in verschiedenen Zusammenhängen politisch aktiv.

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»Kontrast« – 16. Tage der Typografie

Ob Schwarz-Weiß, Groß-Klein, Dick-Dünn, Rot-Grün – Kontrast durchzieht sämtliche Bereiche der Gestaltung, seien es Schrift-, Form- oder Farbkontraste. Kontraste, das Zusammenspiel von Gegensätzlichkeiten, schafft Spannung und sorgt für Aufmerksamkeit. Erst die Kombination von unterschiedlichen visuellen Elementen macht ein Design zu einem gelungenen Auftritt.

Im Vortrag und in den Workshops beleuchten die ReferentInnen die verschiedenen Aspekte von Kontrasten. In den Workshops können die TeilnehmerInnen Kontrast in unterschiedlichen Bereichen des Grafikdesign und der Typografie anwenden und ausprobieren. Die Bandbreite der Workshops geht von Schriftzügen und analogem Lettering, Buchgestaltung, Verpackungsdesign bis zur typografischen Illustration – da ist für jeden etwas dabei.

Februar 24th, 2015

Workshop IV: Salz und Pfeffer – Kontraste im Verpackungsdesign

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Was die Kontraste in der der Gestaltung sind, sind die Gewürze beim Kochen. So wie wir verschiedene visuelle Kontraste zu einem Gesamtbild anordnen, so kombiniert man verschiedene Gewürze zu einem Gericht. Die zwei grundlegendsten Gewürze dabei sind Salz und Pfeffer. Einerseits so alltäglich wie die Schrift, anderseits, wenn man über den Alltag hinausschaut, so unglaublich vielseitig.

Im Workshop werden wir ein Erscheinungsbild für eine Verpackungset von Salz und Peffer gestalten. Weißes Salz und schwarzer Pfeffer, so kennt man den klassischen Kontrast. Aber auch weißer Pfeffer trifft auf schwarzes Hawaii-Salz, rosa Murray-River-Salz auf grünen Pfeffer. Die Kontraste und Gestaltungsmlglichkeiten für die Salz-Pfeffer-Sets sind vielseitig.
Beim Design der Verpackungen spielen Form-, Farb-, Schrift- und Größenkontraste ebenso eine Rolle die Art der Verpackung und das verwendete Material.

Eine spannende Reise in die Welt von visuellen und kulinarischen Kontrasten.

Der Workshop wird von Peter Reichard geleitet

Februar 23rd, 2015

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